Frühkindliche Bildung: Teilhabe, mehr Plätze, mehr Fachkräfte und mehr Qualität gehen in Niedersachsen Hand in Hand 

 

Ab 1. August 2018 wird der Kindergarten in Niedersachsen beitragsfrei. Das ist eine gute Entscheidung für die Familien in unserem Land! Bildung darf kein Luxusgut sein und Bildung beginnt in unseren Kindertagesstätten. Kein Kind darf aus finanziellen Gründen von frühkindlicher Bildung ausgeschlossen werden.

Niedersächsisches Kultusministerium

Presseinformation vom 28.05.2018

Frühkindliche Bildung: Teilhabe, mehr Plätze, mehr Fachkräfte und mehr Qualität gehen in Niedersachsen Hand in Hand 

Zum heute publizierten ElternZOOM, einer Befragung von Kita-Eltern im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, sagt der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne:

„Es ist gut und richtig, dass die neue Studie der Bertelsmann-Stiftung den Fokus auf die Qualität in den Kindertagesstätten legt. Die Schlussfolgerung – erst eine Verbesserung der Qualität, dann die Beitragsfreiheit im Kindergarten – halte ich hingegen für falsch. 

Ab 1. August 2018 wird der Kindergarten in Niedersachsen beitragsfrei. Das ist eine gute Entscheidung für die Familien in unserem Land! Bildung darf kein Luxusgut sein und Bildung beginnt in unseren Kindertagesstätten. Kein Kind darf aus finanziellen Gründen von frühkindlicher Bildung ausgeschlossen werden. Denn das ist ein zentrales Ergebnis der Bertelsmann-Studie: Kita-Ausgaben belasten Eltern, deren Einkommen unterhalb der Armutsrisikogrenze liegt, doppelt so stark wie wohlhabendere Eltern. Ich freue mich daher sehr, dass wir in der vergangenen Woche zu einer Einigung mit den Kommunalen Spitzenverbänden gekommen sind, die den Weg frei macht für die Beitragsfreiheit zum neuen Kindergartenjahr. Damit ist in Niedersachsen zukünftig sichergestellt, dass alle Kinder an frühkindlicher Bildung im Kindergarten teilhaben können.

Ich habe aber auch immer deutlich gemacht, dass es sich bei der Frage von Gebührenfreiheit und Qualitätsverbesserungen nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch handelt. Wir haben deshalb mehrere Schritte bereits in die Wege geleitet. Für weitere Qualitätsverbesserungen ist es unerlässlich, dass wir mehr Fachkräfte für unsere Kindertagesstätten gewinnen. Jetzt Qualitätsverbesserungen zu fordern, ohne den Weg aufzuzeigen, wie wir zu mehr Fachpersonal kommen, macht keinen Sinn. Wir haben daher im März den Niedersachsen-Plan für mehr Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen vorgestellt. Wir wollen die Zahl der Ausbildungsplätze weiter steigern, eine dualisierte Form der Ausbildung ermöglichen, das Schulgeld abschaffen und den Quereinstieg erleichtern. Bereits heute befinden sich mehr als 14.000 junge Menschen in Niedersachsen in der Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin. Das sind so viele wie nie zuvor!

Darüber hinaus haben wir im Rahmen der Einigung mit den Kommunalen Spitzenverbänden zugesagt, aus den Bundesmitteln für die nächsten drei Jahre 61 Millionen Euro für weitere Investitionen und Qualitätsverbesserungen zur Verfügung zu stellen. Damit können Personalaufstockungen ebenso finanziert werden wie der weitere Ausbau von Betreuungsplätzen. Hieran werden wir anknüpfen.

Zu diesen wichtigen Themen möchte ich auch den Dialog mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis im Rahmen eines neu zu gründenden Forums Kita suchen. Den Eltern in Niedersachsen ist eine gute Qualität der frühkindlichen Bildung wichtig – und dies völlig zurecht! Wir haben das Thema Qualität deshalb fest im Blick und werden weiter intensiv an Verbesserungen arbeiten.“

Kontakt:

Tanja Meister
 05 11/1 20-71 45

Mit freundlichem Gruß

Andrea Rosenberg
Niedersächsisches Kultusministerium
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schiffgraben 12, 30159 Hannover,
Tel. 05 11/1 20-71 46